Pascal et Nicolas Reverdy

Sancerre mit Rückgrat statt Aromabombe – präziser Sauvignon Blanc vom Kalk in Verdigny.

Über Reverdy
Region
Loire
Übernahme
1985
Rebfläche
17 ha
Bewirtschaftung
nachhaltig
Pascal et Nicolas Reverdy
Fragen und Antworten

Über Reverdy

Warum führen wir Reverdy?

Weil wir für Sauvignon Blanc lange niemanden gefunden haben, der unseren Anspruch trifft. Drei Tage haben wir uns im Februar durch Sancerre probiert, viel Belangloses inklusive. Bei Victorien und Benjamin war es dann sofort klar: gleiche Wellenlänge, gleicher Qualitätsanspruch, gleicher Wille zu wachsen. Seitdem vertreten wir die beiden in Deutschland. Sancerre für alle, die eigentlich auf karge Rieslinge stehen.

Welche Weine von Reverdy gibt es bei uns?

Im Mittelpunkt steht die Linie Terre de Maimbray: der weiße Sancerre Terre de Maimbray, den es auch in der Magnum gibt, sowie der rote Sancerre Rouge aus Pinot Noir. Darüber steht La Grand Rue, die Parzellen-Cuvée von den alten Reben aus der Côte de Sury-en-Vaux, ebenfalls auch in der Magnum.

Mit welchem Wein von Reverdy steige ich ein?

Mit dem Sancerre Terre de Maimbray: Pfirsich, Zitrus, Stachelbeere, lebhaft und straff, die Exotik bleibt eine Andeutung. Der Beweis, dass Einstieg bei Reverdy nichts mit Einfachheit zu tun hat. Lust auf Rot? Dann den Sancerre Rouge: rote Kirsche, Wildkräuter, seidig und frisch.

Porträt

Herkunft

Im Weiler Maimbray, nordwestlich des Städtchens Sancerre, hat Pascal Reverdy 1985 den Familienbetrieb übernommen, 1993 kam sein Bruder Nicolas dazu. Nicolas starb 2007 bei einem Unfall, Pascal führte den Betrieb weiter, inzwischen ist mit Victorien und Benjamin die nächste Generation eingestiegen. Die beiden sind Ende 20, haben unter anderem bei Rousseau und Romanée-Conti Station gemacht und führen das Familienweingut gerade in eine neue, zeitgemäße Ära. Auf dem Etikett stehen weiter die Namen von Pascal und Nicolas, im Glas schmeckt man die Handschrift der Jungen.

Lagen und Böden

Alles dreht sich um Kalk. Die Böden rund um Maimbray heißen „terres blanches“, weiße Erde: Kimmeridge-Mergel mit sehr hohem Kalkanteil und jeder Menge Gestein darin. Die Linie Terre de Maimbray kommt von den Kalkhügeln nordwestlich von Sancerre. Die Spitze stammt aus La Grand Rue, einer halben Hektare in der Côte de Sury-en-Vaux: nach Osten ausgerichtet, Portland-Kalkstein, Reben aus dem Jahr 1936. Diese Cuvée gibt es erst seit 2019, und sie zeigt ziemlich genau, wohin die Brüder wollen.

Stil

Im Keller halten sich die Reverdys bewusst zurück. Edelstahl dominiert, Holz kommt nur punktuell zum Einsatz, denn singen soll der Wein und nicht der Ausbau. Heraus kommt Sauvignon Blanc, der nicht mit Litschi und grünen Noten um sich schlägt, sondern kühl und genau bleibt: Zitrus, reife gelbe Frucht im Hintergrund, eine steinige, leicht rauchige Note und ein straffer, salziger Zug. Aus den besseren Parzellen kommen mehr Textur, Druck und Länge dazu, der Kern bleibt trotzdem kühl.

Der rote Terre de Maimbray ist reiner Pinot Noir, mit 20 Prozent Ganztrauben vergoren und ohne Holz im Tank ausgebaut. Seidig, frisch, mit würzigem Lift. Ein guter Grund, Sancerre Rouge endlich ernst zu nehmen.

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