Lasset die Spiele beginnen
Unser Mosel-Exkurs im Rahmen der Terroir Series ist noch nicht allzu lange her, aber heute gehen wir hier nochmal rein. Und wer jetzt schon 'nen 180er Puls hat schmeißt sich bitte 'ne Tavor rein, wir wissen natürlich, dass das wunderschöne Hofgut Falkenstein an der Saar liegt. Aber ob die "Saarländer" wollen oder nicht, "Mosel" hat sich für das gesamte Anbaugebiet als allumfassender Name eben durchgesetzt. Quasi als Deonym.
Was die Saar allerdings auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie nochmal kühler ist als die Mosel. In fähigen Händen, wie denen von Erich und seinem Sohn Johannes Weber, entstehen hier ultra präzise Kabinette und Spätlesen, die mit niedrigsten Alkoholwerten aufwarten und gern mal als Erwachsenen-Limos bezeichnet werden. Das wird diesen Samurai-Kabis aber eigentlich in keinster Weise gerecht. Wir jedenfalls kennen keine Limonaden, die so tiefgründig, kühl, kräutrig und mit einem so präzisen Säurenerv ausgestattet sind.
Falkenstein ist seit vielen Jahren Kult und aus der Profi-Bubble sowie aus unserem Portfolio nicht mehr wegzudenken.
Das Besondere: Alle Weine werden separat in asbach-uralten, gebrauchten Mosel-Fudern ausgebaut, die mit historischen Namen versehen sind, die einen Bezug zur Familie Weber haben. Auch vor dem Füllen wird nicht cuvéetiert. Man hat also immer die maximal mögliche Herkunft im Glas. Wir sind jedes Jahr vor Ort und wählen die Lagen und Fuder aus, die uns am besten gefallen. So bekommt ihr ein auf's Optimum reduziertes Portfolio von uns und müsst euch nicht blind durch die Fuder klicken.
Insgesamt war der Jahrgang 2025 etwas generöser als die der letzten Jahre. Auch gab es keinen Spätfrost, der noch im April 2024 eine nicht unerhebliche Menge Blüten an der Saar zerstörte. Im Gegenteil: der Jahrgang belohnte die Winzerinnen und Winzer, die nicht vorschnell gelesen haben, mit wunderbar reifen Trauben bei immernoch niedrigen Öchsle-Werten.
Somit können wir aus allen Rohren feuern und haben ordentlich für euch eingekauft.
Der Titel dieses Texts bezieht sich übrigens auf den Run, den es jedes Jahr ab Release - sprich ab jetzt - auf die Weine von Winzer Weber gibt. Und auch wenn der Jahrgang größer ist als die letzten, limitiert sind die Weine allemal.