

Hanspeter Ziereisen ist gelernter Schreiner. Das merkt man seinen Weinen an – nicht weil sie nach Holz schmecken, sondern weil hier jemand arbeitet, der Handwerk versteht. In Efringen-Kirchen, ganz im Süden des Markgräflerlands, hat er Parzellen zusammengetragen, die auf reinem Jurakalk stehen. Derselbe Kalk wie an der Côte d'Or. Kein Zufall, dass sein Chardonnay regelmäßig zu den besten Deutschlands gezählt wird.
Die Trauben aus der Parzelle "Hard" werden handgelesen, spontanvergoren und 20 Monate auf der Feinhefe in Aßmann-Barriques ausgebaut – 95 % gebraucht, nur 5 % neu. Ungeschönt, unfiltriert abgefüllt.
In der Nase dezent und einladend: Birne, Quittenschale, ein Hauch Orangenzeste. Darunter Feuerstein, Kreide und zurückhaltende Röstnoten, die nie aufdringlich werden. Am Gaumen geradlinig und kraftvoll, mit einer fein ziselierten Säure und einem salzigen Zug, der sich ewig zieht. Leicht nussig im Nachhall, mit einer Tiefe, die an burgundische Vorbilder erinnert – ohne sie zu kopieren.
Kein Wein für Ungeduldige. Zwei, drei Jahre Flaschenreife machen ihn noch besser. Aber wer nicht warten kann: Wir verstehen das.
Markgrafenstraße 17
79588 Efringen-Kirchen
Deutschland


Ziereisen
Hanspeter Ziereisen hat das Markgräflerland neu erfunden – mit Gutedel, der wirklich groß sein kann, und Spätburgundern, die Burgund herausfordern. Puristisch, eigenwillig, ganz eigen.
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