Ortswein steht drauf, Lagenwein steckt drin. Die Kühns holen die Trauben für ihren Hallgarten Alte Reben aus Hendelberg, Jungfer, Schönhell und Würzgarten, also aus genau den Weinbergen, die sonst als Erste und Große Lagen auf dem Etikett stehen. Die Parzellen liegen auf 180 bis 350 Metern, auf Phyllitschiefer und Quarzit. Dort oben ist es kühler, die Trauben reifen langsamer, und das schmeckt man. Handlese, Spontangärung, zehn Monate auf der Vollhefe in Holzfass und Edelstahl. In der Nase hell und klar: Weinbergpfirsich, Zitrus, ein Bund frische Kräuter, dahinter etwas Gestein. Am Gaumen schlank, griffig und mit einer rassigen Säure, die ordentlich Zug macht. Trocken bis in die Spitzen. Für uns einer der ehrlichsten Einstiege in die Welt von Peter Jakob Kühn: viel Herkunft, null Schminke und ein Preis, bei dem du nicht lange überlegen musst.
