Chardonnay war in der Pfalz lange nicht zugelassen, deshalb liefen diese 1980 gepflanzten Reben jahrzehntelang offiziell als Weißburgunder. Heute sind sie die ältesten Chardonnay-Reben der Gegend und die Basis für einen der eigenständigsten Chardonnays Deutschlands.
Wer einen geschmeidigen Burgunder erwartet, ist hier falsch. Der Roter Berg wird spontan im Holzfass vergoren und unfiltriert abgefüllt. In der Nase eine feine Reduktion, viel Feuerstein und kühle Mineralität. Am Gaumen straff und klar, mit erstaunlicher Textur und einem langen, fast schwebenden Abgang.
Ein Chardonnay mit Ecken, Kanten und großem Entwicklungspotenzial. Blind würden viele hier eher Chablis vermuten als Südpfalz. Genau das macht ihn so spannend.
