Gutedel hat das größte PR-Problem unter den deutschen Rebsorten. Hanspeter Ziereisen hat das nie akzeptiert und macht aus Gutedel das, was er sein kann: einen ernsthaften Lagenwein mit Tiefe, Spannung und Reifepotenzial.
10.000 Stöcke pro Hektar (daher 10⁴), Reben aus dem Jahr 1968, gewachsen auf kargem Jurakalk. Kurze Maischestandzeit, Spontanvergärung, fast zwei Jahre Vollhefekontakt in gebrauchten 600-Liter-Fässern. Mehr Aufwand würde man bei einem Burgunder vermuten — bekommt aber hier in einen Wein gesteckt, der auf dem Etikett „Landwein" heißt.
In der Nase überraschend komplex: ein dezenter Rauchton, Feuerstein, geröstete Mandeln, Lindenblütentee, dazu reifer Apfel und Birne. Komplexität, die man Gutedel auf den ersten Blick nicht zutraut.
Am Gaumen vielschichtig, kühl und steinig, mit einer cremigen Textur vom langen Hefekontakt. Salzig im Finish, lang und präzise.
Markgrafenstraße 17
79588 Efringen-Kirchen
Deutschland


Ziereisen
Hanspeter Ziereisen hat das Markgräflerland neu erfunden – mit Gutedel, der wirklich groß sein kann, und Spätburgundern, die Burgund herausfordern. Puristisch, eigenwillig, ganz eigen.
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