

Es gibt Weine, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis so absurd gut ist, dass man sich fragt, ob jemand einen Fehler gemacht hat. Der TS (ehemals Tschuppen) von Ziereisen gehört dazu. Ein Spätburgunder aus Efringen-Kirchen im südlichen Markgräflerland, gewachsen auf Jurakalk mit Löss – derselbe Boden, auf dem in Burgund die besten Pinots stehen. Hanspeter Ziereisen weiß das. Und er nutzt es.
Selektive Handlese, Spontanvergärung, sechs Wochen Maischestandzeit, 26 Monate in gebrauchten Aßmann-Barriques. Ungeschönt, unfiltriert abgefüllt. Kein Eingriff, der nicht nötig wäre.
In der Nase reife Süßkirsche, Himbeere und dezente Kräuternoten – Rosmarin, ein Hauch floraler Duft. Alles klar und elegant, nie marmeladig. Am Gaumen fein und warm, mit seidigreifem Tannin, das sich geschmeidig anlegt, und einer brillanten, lebendigen Frische, die den Wein zusammenhält. Der Kirschton zieht sich durch bis in den langen Abgang.
Wer das trinkt und dann hört, was die Flasche kostet, versteht, warum Ziereisen Kult ist. Mehr Pinot für das Geld gibt es nirgendwo.
Markgrafenstraße 17
79588 Efringen-Kirchen
Deutschland


Ziereisen
Hanspeter Ziereisen hat das Markgräflerland neu erfunden – mit Gutedel, der wirklich groß sein kann, und Spätburgundern, die Burgund herausfordern. Puristisch, eigenwillig, ganz eigen.
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