Clos de Breuilly

Einer der ältesten Weinberge Frankreichs, neu entdeckt – ummauert, biologisch, von Pinot bis Tressallier.

Über Clos de Breuilly
Region
Loire
Gründungsjahr
1880
Rebfläche
10 ha
Bewirtschaftung
bio
Clos de Breuilly
Fragen und Antworten

Über Clos de Breuilly

Warum führen wir Clos de Breuilly?

Weil wir den Clos auf der Bio-Messe in Montpellier entdeckt haben und seitdem nicht mehr davon loskommen. Saint-Pourçain hat kaum jemand auf dem Zettel, und genau solche Funde wollen wir dir zeigen. Der Bulles war der erste Crémant, den wir überhaupt ins Sortiment genommen haben, alle anderen hatten unseren Ansprüchen bis dahin nicht genügt. Im allerersten CR-Weinabo war er auch dabei.

Welche Weine von Clos de Breuilly gibt es bei uns?

Rot, Weiß und Schaumwein aus Saint-Pourçain. Bei den Roten den Saint-Pourçain Rouge aus Gamay und Pinot Noir und den Les Rocs als reinen Gamay von alten Parzellen. Dazu den Schaumwein Bulles 36 Mois und, wenn verfügbar, die Weißen mit der Rarität Tressallier: reinsortig oder im Barnabooth Blanc mit Chardonnay.

Mit welchem Wein von Clos de Breuilly steige ich ein?

Mit dem Bulles 36 Mois: Gamay und Pinot Noir, traditionelle Flaschengärung, 36 Monate auf der Hefe, keine Dosage. Mundfüllend, mit einer richtig spannenden Textur und dein Aperitif für den nächsten Grillabend. Wer lieber rot trinkt, nimmt den Saint-Pourçain Rouge: leicht gekühlt, rotfruchtig, mit Kräutern im Hintergrund und eleganter Säure.

Porträt

Herkunft

Saint-Pourçain liegt an der Loire, nur ein Stück westlich des Burgunds, und gehört zu den ältesten Weinbergen Frankreichs. Früher standen die Weine von hier auf denselben Karten wie Beaune und Saint-Émilion. Dann kam Ende des 19. Jahrhunderts die Reblaus, und die Region verschwand fast von der Bildfläche. Heute bestimmt die Genossenschaft den Weinbau in der 650 Hektar kleinen Appellation, seit 2009 eine eigene AOP. Daneben bewirtschaften nur 15 Winzerinnen und Winzer eigene Reben.

Einer davon ist der Clos de Breuilly in Cesset. 2018 führte Denis Barbara, der vor Ort selbst ein Weingut hat, William Taÿ Pamart zum verschlafenen Clos. William und Ambroise Demonceaux machten sich daran, ihn wachzuküssen, im Januar 2020 ging es los. Kellermeister wurde Denis’ Sohn Brian, mit gerade 25, nach dem Weinbaustudium in Beaune und Lehrjahren in Meursault bei Jean-Baptiste Bouzereau.

Lagen und Böden

„Clos“ heißt: Mauer drumherum. Rund 10 Hektar liegen innerhalb einer uralten Mauer, mit Blick auf die Chaîne des Puys und die Montagne Bourbonnaise, dazu kommen zwei kleine Parzellen. Der Boden ist lehmiger Sand auf Granit, die Reben sind zwischen 20 und 70 Jahre alt, bewirtschaftet wird seit 2006 biologisch, heute mit Zertifikat. Im Weinberg stehen Pinot Noir, Gamay, Chardonnay und Tressallier, eine alte weiße Lokalsorte, von der weltweit nur noch rund 90 Hektar übrig sind.

Stil

Die Roten aus Gamay und Pinot Noir haben eine seidige Struktur und feine Gerbstoffe: rote Frucht, etwas Kräuter und Gewürz, eine präzise verwobene Säure. Leicht gekühlt auf 12 bis 14 Grad sind sie im Sommer am Grill kaum zu schlagen. Der Les Rocs ist die konzentrierte Gamay-Variante aus ausgewählten Parzellen mit winzigem Ertrag.

Beim Weißen wird es eigenwillig. Der Barnabooth Blanc verbindet Chardonnay mit Tressallier, reift zehn Monate im Holz und kommt unfiltriert in die Flasche: salzig, leicht reduktiv, dicht, aber von der Säure in der Spur gehalten. Und dann ist da der Bulles 36 Mois, ein Schaumwein aus traditioneller Flaschengärung, 36 Monate auf der Hefe und ohne Dosage. Mit Tiefgang und meilenweit weg vom süßen Supermarkt-Crémant.