Herkunft
Alex Swillus kommt aus Gönnheim, einem kleinen Ort in der Rheinebene, rund drei Kilometer östlich von Wachenheim. Weinbau zieht sich durch die Familie: Der Urgroßvater führte einen Gemischtbetrieb, der Vater lieferte Trauben an die Genossenschaft und an einen bekannten Betrieb im Ort. Nach dem Studium in Geisenheim ging Alex zu Claus Preisinger ins Burgenland, danach zu Ökonomierat Rebholz in die Südpfalz. Seit 2021 ist er zweiter Kellermeister bei Dr. Bürklin-Wolf, hinter Nicola Libelli.
Sein eigener Wein entsteht nebenher, auf gerade einmal 0,48 Hektar. 2024 ist der erste Jahrgang. Und Alex gehört zu den Pfälzern, die dir ohne Umweg ein Glas hinschieben: „Hier, probier mal!“
Lagen und Böden
Zwei Herkünfte, zwei Welten. In Gönnheim stehen die Reben auf tiefgründigem Lehm und Ton, die besten Parzellen wie der Gönnheimer Sonnenberg sind nach Süden ausgerichtet und von Löss geprägt. In Königsbach arbeitet Alex im Ölberg, in dem Teil, der als Erste Lage klassifiziert ist, gleich neben den Andres-Brüdern und Christmann. Dort wurzeln 40 bis 50 Jahre alte Reben in kalkhaltigem, verwittertem Buntsandstein und bringen nur kleine Erträge.
Neu ist eine Parzelle im Kallstadter Steinacker: das Teilstück „Gauberg“ oberhalb des Felsenbergs, großflächig terrassiert, kalkig-karg, mit altem Rebbestand. Zwei Barriques sind gefüllt, daraus sollen ein Kallstadter Riesling und ein Steinacker-Lagenwein werden.
Stil
Von Hand gelesen, spontan vergoren, nach dem biologischen Säureabbau im Frühjahr nur so viel geschwefelt wie nötig. Heraus kommen puristische Rieslinge mit klarer Pfälzer Identität, die trotzdem völlig verschieden ausfallen. Der Gönnheimer ist saftig und zugänglich, mit feinem Schmelz, Zitronenabrieb und salziger Mineralität. Der Königsbacher wirkt ernster: dunkler in der Frucht, kräutrig, reifes Steinobst und viel Druck am Gaumen. Mit etwas Luft zeigt er den Charme der Mittelhaardt.