Wagner-Stempel

Siefersheim an Rheinhessens Westkante – trockene Rieslinge mit Frische, Eleganz und feiner Mineralität.

Über Wagner-Stempel
Region
Rheinhessen
Gründungsjahr
1845
Rebfläche
20 ha
Bewirtschaftung
bio
Wagner-Stempel
Fragen und Antworten

Über Wagner-Stempel

Warum führen wir Wagner-Stempel?

Weil Daniel Wagner zeigt, dass Rheinhessen viel mehr ist als Löss und Kalk. Seine Rieslinge vom Vulkangestein schmecken nach nichts anderem in der Region, und genau solche Herkunftsweine wollen wir dir ins Glas bringen. Dazu kommt das Menschliche: Daniel und Cathrin sind an der Spitze angekommen und herrlich bodenständig geblieben. Anders kennen wir die beiden gar nicht.

Welche Weine von Wagner-Stempel gibt es bei uns?

Rieslinge vom Vulkan, vom Siefersheim Riesling „Porphyr“ bis zu den Großen Gewächsen aus Heerkretz und Höllberg. Dazu das Heerkretz Spätburgunder GG, das beweist, wie gut der karge Porphyr auch Pinot steht. Und wenn wir welche bekommen, gereifte Kabinette aus der Heerkretz.

Mit welchem Wein von Wagner-Stempel steige ich ein?

Mit dem Siefersheim Riesling „Porphyr“: direkt vom Vulkangestein rund um Siefersheim und mit der dunklen, rauchigen Würze, die alle Rieslinge des Hauses mitbringen. Wer es leicht und fruchtsüß mag, nimmt den Heerkretz Kabinett mit 8,5 Prozent Alkohol, Minze, Kräutern, sorbetartiger Säure und schon ein paar Jahren Reife.

Porträt

Herkunft

Siefersheim liegt im äußersten Westen Rheinhessens, im Hügelland an der Grenze zur Nahe. Daniel Wagner führt das Familienweingut hier in neunter Generation und steht seit den frühen 1990er-Jahren am Ruder, an seiner Seite seine Frau Cathrin. Er hat diesen wilden Westen Rheinhessens quasi im Alleingang auf die Weinkarte gebracht. Seit 2004 ist das Haus im VDP, die Weinberge werden ökologisch bewirtschaftet und sind bio-zertifiziert.

Für uns sind Daniel und Cathrin ruhige Seelen mit Hang zur Perfektion. Ganz oben angekommen und trotzdem mit beiden Füßen auf dem Boden.

Lagen und Böden

Mit dem Rheinhessen-Klischee von Löss und Kalk hat das hier wenig zu tun. Die Reben stehen auf vulkanischem Gestein: Rhyolith, Porphyr, Melaphyr. Karge Böden, die sich schnell aufwärmen, kaum Nährstoffe liefern und die Wurzeln in die Tiefe zwingen.

Herzstück ist die Große Lage Siefersheimer Heerkretz, eine der höchstgelegenen Lagen Rheinhessens. Sie ist zerklüftet, mit Kesseln und windoffenen Hangteilen, nach Südwesten liegt sie völlig offen zum Appelbachtal. Der Name kommt vom „Kratzen“, also der mühsamen Arbeit im Hang. Rhyolith dominiert, dazu Melaphyr und Kalkbänder. Gleich daneben liegt der Höllberg, nach Süden ausgerichtet und durch das Siefersheimer Horn im Westen geschützt, ebenfalls auf Rhyolith. Dazu kommen Parzellen im Binger Scharlachberg, dessen eisenoxidhaltiger Schiefer den Boden rot färbt.

Stil

Riesling ist die Leitrebsorte, dazu kommen Silvaner und Weißburgunder, ausgebaut wird überwiegend trocken. Den Vulkan schmeckt man: Durch alle Rieslinge zieht sich eine dunkle, rauchige Würze. Das Heerkretz GG ist ein Unikum, puristisch, karg, kühl und leicht reduktiv, mit weißfleischiger Frucht. Blind würde man es eher an die Nahe stecken, bis Intensität und der lange, saftige Nachhall doch nach Rheinhessen klingen. Der Höllberg bringt mehr Kraft und Gelbfrucht, ohne an Präzision zu verlieren.

Und die Heerkretz kann auch Pinot: Sauerkirsche, Cassis, ein rauchiger Zug, seidige Tannine, spontan vergoren und unfiltriert gefüllt. Das sind Weine mit Rückgrat, gebaut für viele Jahre im Keller.