Daniel Fries

2019 übernommen und umgekrempelt – Mosel-Riesling mit Ecken und Kanten statt Süße-Klischee.

Über Daniel Fries
Region
Mosel
Gründungsjahr
2019
Rebfläche
9 ha
Bewirtschaftung
nachhaltig
Daniel Fries
Fragen und Antworten

Über Daniel Fries

Warum führen wir Daniel Fries?

Weil Daniel zeigt, dass die Mosel richtig trocken kann, ohne ihre Herkunft zu verlieren. Wir mögen Winzer, die etwas riskieren, und Daniel hat den elterlichen Betrieb komplett neu gedacht. Seine Weine haben Zug, Saft und Ecken. Für uns gehört er zu den spannendsten Winzern der Mosel, und sein Terrassen Pinot Noir stand schon auf Nicos Liste der Best Buys.

Welche Weine von Daniel Fries gibt es bei uns?

Im Mittelpunkt steht Riesling von den Winninger Terrassen: der Terrassen Riesling als Ortswein und die Lagenweine aus Röttgen und Uhlen. Dazu kommen Burgundersorten, die an der Mosel selten sind, der Terrassen Pinot Noir und die weiße Cuvée „Distel“ aus Weißburgunder und Chardonnay. Nicht alles ist durchgehend verfügbar, ein regelmäßiger Blick lohnt sich.

Mit welchem Wein von Daniel Fries steige ich ein?

Mit dem Terrassen Riesling: Daniels Winninger Ortswein, eine Cuvée aus den alten Terrassenlagen, in Handarbeit bewirtschaftet, im großen Holz und Edelstahl vergoren und bis zum folgenden Sommer auf der Vollhefe. Mosel pur, trocken und mit Grip. Wer danach mehr Schiefer will, greift zu einem Lagenwein aus Röttgen oder Uhlen.

Porträt

Herkunft

Winningen an der Terrassenmosel: Hier ist Daniel Fries 2019 in den elterlichen Betrieb eingestiegen und hat ihn ordentlich umgekrempelt. Er macht seine Weine in neunter Generation und führt das Weingut gemeinsam mit Vater Reiner. Vorher war er unterwegs, unter anderem bei Wittmann, Kranz und Ziereisen, dazu kamen Stationen in Oregon und im Burgund.

Zurück an der Mosel flogen einige Stahltanks und die Reinzuchthefe raus, der Fasskeller wurde größer. Daniels Ziel sind wirklich trockene Weine, nicht „moseltrocken“ mit verstecktem Restzucker, sondern Terroirweine mit Charakter und Kanten. Er gehört zur jungen Garde, die zeigt, dass die Mosel mehr kann als süß und nett.

Lagen und Böden

Die Rieslinge wachsen auf jahrhundertealten Schieferterrassen, vor allem in Uhlen, Röttgen und Hamm, gelesen wird von Hand. Der Uhlen zählt zu den steilsten Weinbergen der Welt. In seiner Parzelle Roth Lay leuchtet der Fels dunkelrot: stark eisenhaltiger Schiefer, nach Südwesten ausgerichtet, die Terrassen kleben wie Schwalbennester am Hang. Der Röttgen steigt mit bis zu 170 Prozent an, Trockenmauern stützen die Terrassen, die nach Süd-Südost schauen. Sein ursprünglich blauer Schiefer färbt sich in der Hitze schnell gelb-braun. Bepflanzbar wurde der Fels erst, als man ihn in den 1820er-Jahren sprengte.

Den Chardonnay pflanzte Daniel 2019 selbst, hoch oben auf einer steilen Kuppe im Winninger Distelberg.

Stil

Vergoren wird spontan, im großen Holz und teils im Edelstahl, dazu kommen lange Hefelager. Die Rieslinge sind frisch, geradlinig und sehr mineralisch, mit Zug und trotzdem Tiefgang. Kaschiert wird nichts: Im Glas landet, was Boden und Jahrgang hergeben.

Spannend wird es bei den Burgundersorten, mit denen an der Mosel kaum jemand rechnet. Der Spätburgunder ist feingliedrig und saftig und kommt aus einem kühlen, terrassierten Seitental. Die Cuvée „Distel“ aus Weißburgunder vom Vater und Daniels Chardonnay landete bei einer Blindprobe in unserem Team gedanklich erst einmal in Chablis. Der Name ist übrigens ein Augenzwinkern: Chardonnay geht auf „le chardon“ zurück, die Distel.