Emrich-Schönleber

Halenberg und Frühlingsplätzchen als Inbegriff großer Nahe-Rieslinge – glasklar und salzig-mineralisch.

Über Emrich-Schönleber
Region
Nahe
Gründungsjahr
1965
Rebfläche
22 ha
Bewirtschaftung
nachhaltig
Emrich-Schönleber
Fragen und Antworten

Über Emrich-Schönleber

Warum führen wir Emrich-Schönleber?

Wer verstehen will, warum die Nahe so gehypt wird, fängt bei Emrich-Schönleber an. Werner Schönleber war schon persönlich bei uns am Carlsplatz und hat mit uns einen Deep Dive in die Jahrgangstiefe des Weinguts gemacht. Gereifte Monzinger Rieslinge landen auch bei unseren Raritäten-Abenden auf dem Tisch, denn genau dort zeigen sie, was in ihnen steckt.

Welche Weine von Emrich-Schönleber gibt es bei uns?

Wir konzentrieren uns auf die beiden großen Monzinger Lagen: den Frühtau, der komplett aus dem Frühlingsplätzchen stammt und wie die Großen Gewächse ausgebaut wird, und den Halgans von jüngeren Reben im Halenberg, schon mit einigen Jahren Flaschenreife. Sobald er wieder da ist, ergänzt der fruchtsüße Kabinett aus dem Niederberg das Duo.

Mit welchem Wein von Emrich-Schönleber steige ich ein?

Mit dem Frühtau: fruchtbetont und zugänglich, mit Ananas, Sternfrucht und Limone, gewachsen auf dem lehmigeren Boden des Frühlingsplätzchens. Lust auf mehr Kühle und Purismus? Dann der Halgans aus dem Halenberg: cremig im Mund, getragen von zitrischer Säure und purer Schiefermineralik.

Porträt

Herkunft

Monzingen an der Nahe. Frank Schönleber führt das Familienweingut seit 2018 allein, Vater Werner ist im Weinberg weiter mit dabei. Gemeinsam gehören die beiden seit Jahrzehnten zur Spitze des deutschen Rieslings. Zusammen mit Dönnhoff und Tim Fröhlich haben sie die kleine Nahe weltweit auf die Weinkarte gebracht, VDP-Mitglied ist das Gut seit 1994. Und trotzdem sind die Schönlebers erstaunlich bodenständig geblieben.

Monzingen ist außerdem eine Art Talentschmiede: Jan Raumland hat hier seine Winzerausbildung gemacht, Julian Haart sammelte bei den Schönlebers Erfahrung, bevor er sein eigenes Weingut gründete.

Lagen und Böden

Rund 22 Hektar, rund 90 Prozent davon Riesling. Das Herz schlägt in zwei Monzinger Lagen. Der Halenberg gehört zu den kleinsten Lagen des Ortes, hat aber den besten Ruf: ein bis zu 70 Prozent steiler Südhang auf verwitterten Waderner Schichten, einem Konglomerat aus blaugrauem Schiefer und Quarzit. Die Reben haben es hier trocken und hart und antworten mit kleinen, aromareichen Beeren.

Das Frühlingsplätzchen ist ebenso steil, von Südost bis Südwest ausgerichtet und von rotem Schiefer und Kiesel geprägt, durchzogen vom roten Lehm des Rotliegenden. Im Frühjahr taut hier der Schnee besonders früh, die Reifezeit ist lang. Für den Kabinett geht Frank in den Monzinger Niederberg, auf Schiefer und Quarzit.

Stil

Spontangärung, lange Hefelagerung, Ausbau im Edelstahl oder im traditionellen Holzfass. Mode und Effekte spielen keine Rolle, es geht um Balance und Herkunft. Die Rieslinge sind glasklar, puristisch und fast salzig, mit einer großen inneren Ruhe. Aus dem Halenberg kommen kühle, puristische Weine mit dunkler Würze, das Frühlingsplätzchen mit seinem lehmigeren Boden fällt fruchtbetonter und zugänglicher aus. Und diese Weine haben Zeit: Reifepotenzial ist hier kein Versprechen, sondern Gewohnheit.