Lukas Sermann

Ahr-Talent aus Altenahr – feine Spätburgunder mit Struktur und Frische aus steilen Schieferlagen.

Über Lukas Sermann
Region
Ahr
Gründungsjahr
1936
Rebfläche
8 ha
Bewirtschaftung
bio
Lukas Sermann
Fragen und Antworten

Über Lukas Sermann

Warum führen wir Lukas Sermann?

Weil Lukas zeigt, was die Ahr jenseits von halbtrockenem Portugieser kann. Wir führen ihn schon lange, auch durch die Zeit nach der Flut, als es kaum Wein gab: 2022 sind Nico und Henrik selbst ins Ahrtal gefahren und haben Flaschen von Hand gewachst. Seine Weine haben Ecken und Kanten, gefallen vielleicht nicht jedem und faszinieren genau deshalb.

Welche Weine von Lukas Sermann gibt es bei uns?

Im Mittelpunkt steht Spätburgunder: vom Ortswein aus Mayschoß über die Lagen Pfarrwingert und Sonnenberg bis zu den alten Reben aus dem Altenahrer Eck. Dazu kommt Riesling, vom Terrassen Riesling bis zu Raritäten aus dem Eck oder dem Recher Hardtberg, und in manchen Jahren Frühburgunder. Was gerade verfügbar ist, siehst du in der Kollektion.

Mit welchem Wein von Lukas Sermann steige ich ein?

Mit dem Spätburgunder-Ortswein aus Mayschoß: dicht, mit roter Frucht, nach etwas Luft kommt feine Schieferwürze dazu. Sieben Klone, einzeln ausgebaut und dann verschnitten, zeigen gut, wie Lukas über Pinot denkt. Wer direkt wissen will, wie weit die Ahr gehen kann, greift zum Spätburgunder Alte Reben aus dem Altenahrer Eck.

Porträt

Herkunft

Großvater Theo hat das Weingut 1936 in Altenahr gegründet, heute führt Lukas Sermann den Familienbetrieb im kühlen, oberen Teil des Ahrtals. Er gehört zu den Winzern, die an der Ahr aufräumen: trockene Terroirweine statt des halbtrockenen Rotweins, für den die Region lange stand. Konventionen interessieren ihn wenig, und er sagt gerade heraus, was er denkt. Frei Schnauze, ohne Reue.

Die Flut im Juli 2021 hat einen Großteil der Fässer im Weingut zerstört, lange gab es kaum Wein. Inzwischen blickt Lukas wieder nach vorn. Sein Faible gilt alten, verfallenen Weinbergen, die er in mühsamer Handarbeit zurück ins Leben holt.

Lagen und Böden

Schiefer und Grauwacke, steil und oft vom Wald umschlossen. Die Spitzenlage ist das Altenahrer Eck, als Große Lage klassifiziert, auch wenn Lukas selbst kein VDP-Mitglied ist. Der Süd- und Südosthang steigt bis auf 260 Meter, mit 40 bis 60 Prozent Steigung. Die dunklen, steinigen Böden speichern die Sonne des Tages und geben sie nachts an die Reben ab. Den Namen verdankt die Lage der mittelalterlichen Burg „Ekka“.

Der Dernauer Pfarrwingert, ein Halbkessel nach Süden und Südwesten auf Grauwacke, Schiefer und Lehm, zählt zu den heißesten Lagen der Ahr. Im Bad Neuenahrer Sonnenberg dominiert ausnahmsweise nicht der Schiefer, sondern verwitterte Grauwacke mit Lehm und Löss. In Mayschoß stehen im schattigen Nordhang sieben verschiedene Spätburgunderklone. Und im Recher Hardtberg hat Lukas nach der Flut eine verlassene Parzelle wiederbelebt: eine Lichtung im Wald mit rund 120 Jahre alten, wurzelechten Rieslingreben auf verwittertem Grauschiefer.

Stil

Handlese mit strenger Selektion, Pinot kommt grundsätzlich ins Holz. Lukas arbeitet mit speziellen, häufig regionalen Klonen, die er auf dem Etikett ausweist, und baut sie teils einzeln aus, bevor er verschneidet. Heraus kommen Spätburgunder mit Schieferwürze, feiner Struktur und einem Säurenerv, den die kühle Ahr selbst den warmen Lagen mitgibt. Eigenständig, mineralisch, trocken. Seine Rieslinge aus dem Eck sind für uns das Beste, was die Ahr in dieser Rebsorte zu bieten hat.