

Das Kirchspiel ist das Gegenstück zum Hubacker. Wo der eine Kraft bringt, bringt das andere Präzision. Die Lage liegt in Westhofen wie ein Amphitheater, das sich zum Rhein hin öffnet, nach Osten und Südosten, bis 150 Meter hoch und bis zu 30 Prozent steil.
Im Boden Tonmergel mit Kalksteineinlagen, darunter purer Kalkstein. Die Morgensonne wärmt, die Nachmittagshitze zieht vorbei, und genau das macht den Kirchspiel-Riesling so kühl und klar. 2025 war früh, trocken und knapp: kleine Beeren, kleine Erträge, kerngesundes Lesegut. Für eine Lage wie diese ist das ein Geschenk, weil Konzentration und Frische zusammenkommen.
In der Nase Limette, grüner Apfel, weißer Pfirsich, dazu frische Kräuter und ein Hauch Rauch über kühlem Kalk.
Am Gaumen straff und vibrierend, mit feiner Säure, salzigem Zug und einem langen, ruhigen Finale. Nichts drängt, alles sitzt.
Für uns seit Jahren das eleganteste Große Gewächs im Haus Keller. Wer Riesling liebt, weil er leise groß sein kann, ist hier richtig.
Der Artikel ist limitiert auf 6 Flaschen pro Person und Adresse.
Bahnhofstraße 1
67592 Flörsheim-Dalsheim


Keller
Klaus-Peter Keller hat den Wonnegau auf die Weltkarte gebracht. Sein G-Max ist zum Mythos geworden, aber auch die "normalen" Still- und Schaumweine zeigen die obsessive Präzision, die das Gut zu einem der gefragtesten Deutschlands macht.
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