

Westhofen kennt man für Riesling. Kirchspiel, Morstein, Abtserde, alles Kalk, alles Weltklasse.
Dass auf diesem Kalk auch Spätburgunder richtig gut wird, zeigen die Kellers mit ihrem Westhofener Pinot aus Erster Lage.
Der Wein ist die Stufe zwischen Réserve und den Großen Gewächsen: klar aus einer Lage, aber ohne den Preis und die Wartezeit eines GG. 2024 war ein kühles, klassisches Burgunderjahr mit gesunden Trauben und saftigen, balancierten Weinen, genau das, was ein Pinot aus Westhofen braucht.
In der Nase Kirsche, Himbeere und eine feine Kräuterwürze, darunter kühler Kalk. Am Gaumen schlank und saftig, mit seidigem Tannin, frischer Säure und einem salzigen, mineralischen Abgang. Nicht dick, nicht süß, nicht holzlastig.
Ein Spätburgunder zum Trinken, nicht zum Sammeln.
Bahnhofstraße 1
67592 Flörsheim-Dalsheim


Keller
Klaus-Peter Keller hat den Wonnegau auf die Weltkarte gebracht. Sein G-Max ist zum Mythos geworden, aber auch die "normalen" Still- und Schaumweine zeigen die obsessive Präzision, die das Gut zu einem der gefragtesten Deutschlands macht.
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