

Die Réserve ist das Pinot-Projekt von Vater und Sohn. Klaus Peter und Felix Keller machen hier den Spätburgunder, den sie selbst gern trinken: Frische vor Fülle, Mineralität vor Marmelade. Pinot als roter Riesling, so könnte man die Idee dahinter beschreiben.
2024 war ein klassisches, kühles Burgunderjahr: gesunde Trauben, Lese Anfang September, Weine mit Saft und Balance. Das sieht man der Réserve an. Sie ist geschliffener und straffer als die warmen Jahrgänge davor, nicht so wohlig, dafür mit mehr Zug.
In der Nase rote Früchte, Erdbeere, Kirsche, etwas Cassis, dazu florale und würzige Töne und ein Hauch Holz, der sich im Hintergrund hält. Am Gaumen elegant und fein, mit seidigem Tannin, lebendiger Säure und einem langen, kühlen Abgang.
Keine Lage auf dem Etikett, aber alles drin, was Keller-Pinot ausmacht. Der Einstieg, der keiner ist.
Bahnhofstraße 1
67592 Flörsheim-Dalsheim


Keller
Klaus-Peter Keller hat den Wonnegau auf die Weltkarte gebracht. Sein G-Max ist zum Mythos geworden, aber auch die "normalen" Still- und Schaumweine zeigen die obsessive Präzision, die das Gut zu einem der gefragtesten Deutschlands macht.
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