Rosi Schuster
Blaufränkisch, Sankt Laurent und rare Weiße wie Furmint, Welschriesling oder Grüner Veltliner: Hannes Schuster macht in St. Margarethen im Burgenland Weine, die nicht mit Wucht beeindrucken wollen, sondern mit Herkunft, Kühle und Präzision.

Das Weingut in St. Margarethen im Burgenland trägt den Namen von Hannes Schusters Mutter. Er selbst führt es seit 2007 und hat es leise zu einem der spannendsten Betriebe Österreichs gemacht.
Die Basis: 14 Hektar, verteilt auf rund 40 kleine Parzellen in sechs Dörfern rund um den Neusiedlersee, viele davon mit alten Reben, biologisch bewirtschaftet. Im Keller passiert bewusst wenig. Handlese, Spontangärung, großes gebrauchtes Holz, viel Zeit. Hannes sagt selbst, dass seine Weine durch Ruhe entstehen, nicht durch Eingriffe.
Im Mittelpunkt stehen Rebsorten, die lange unterschätzt wurden. Bei den Roten: Blaufränkisch und Sankt Laurent – kühl, straff und mineralisch, mit dunkler Frucht und feiner Würze, näher an Burgund als am Marmeladen-Klischee. Bei den Weißen wird es richtig speziell: Grüner Veltliner mit Zug und Furmint, eine Rarität, von der es in ganz Österreich nur eine Handvoll Hektar gibt.
Wenn du wissen willst, warum halb Sommelier-Deutschland gerade über Blaufränkisch redet – hier ist die Antwort.

