Peter Jakob Kühn

Biodynamik-Pionier im Rheingau – Rieslinge aus Oestrich-Winkel mit Frucht, Säure und Tiefe in Balance.

Über Peter Jakob Kühn
Region
Rheingau
Familienweinbau
über 230 Jahre
Rebfläche
24 ha
Bewirtschaftung
biodynamisch
Peter Jakob Kühn
Fragen und Antworten

Über Peter Jakob Kühn

Warum führen wir Peter Jakob Kühn?

Weil Kühn für uns gemeinsam mit Georg Breuer die Spitze des Rheingaus bildet, mit so deutlichem Abstand, dass es darunter dünn wird. Dazu kommt die Haltung: konsequent biodynamisch und mit dem Mut, Weine erst freizugeben, wenn sie bereit sind. Und weil wir die Großen Gewächse jedes Jahr vor dem Release in Wiesbaden selbst probieren, wissen wir, was wir dir ins Regal stellen.

Welche Weine von Peter Jakob Kühn gibt es bei uns?

Von Kühn führen wir vor allem trockenen Riesling: den Hallgarten Alte Reben als Ortswein, den Klosterberg 1G und die Großen Gewächse aus Doosberg und Sankt Nikolaus, meist mit mehreren Jahrgängen nebeneinander. Dazu kommen der Unikat-Riesling Schlehdorn und ein Blanc de Blancs brut nature mit langem Hefelager.

Mit welchem Wein von Peter Jakob Kühn steige ich ein?

Mit dem Hallgarten Riesling Alte Reben: Ortswein auf dem Etikett, Lagentrauben in der Flasche, hell und klar mit Weinbergpfirsich, Zitrus und frischen Kräutern. Wer Kühn ein Stück tiefer kennenlernen will, ohne gleich zum GG zu greifen, nimmt den Klosterberg 1G: kühl und kalkig, Limette und Grapefruitschale, alles sehr genau.

Porträt

Herkunft

Oestrich-Winkel, mitten im Rheingau. Seit mehr als 230 Jahren betreibt die Familie Kühn hier Weinbau, und sie hat ihr Gut vom kleinen Fassweinbetrieb zu einem der konsequentesten biodynamischen Weingüter Deutschlands umgebaut. Peter Jakob Kühn gilt als Pionier der Biodynamie im Rheingau, und die Familie führt das Gut heute mit derselben Kompromisslosigkeit weiter: Demeter-zertifiziert, Mitglied im VDP und bei La Renaissance des Appellations.

Was uns daran gefällt: Die Kühns lassen sich nicht hetzen. Brauchen die Weine mehr Zeit, bekommen sie die, notfalls kommen die Großen Gewächse eben ein Jahr später. Und die Stilistik ist in den letzten Jahren immer feiner geworden.

Lagen und Böden

Zwei Große Lagen tragen das Haus. Der Doosberg ist eine exponierte Kuppe am östlichen Ortsrand von Oestrich, auf der ständig Wind geht: kalkhaltiger Lösslehm über alten Terrassensedimenten und Meeressand, durchzogen von Taunusquarz. Der Name kommt vom Dachs, im Dialekt „Doos“. Der Sankt Nikolaus liegt direkt am Rheinufer bei Mittelheim, auf kalkhaltigem, sandigem Löss. Hier stehen die ältesten Reben des Hauses, 45 bis 65 Jahre alt, und der Fluss puffert Hitze und Kälte ab.

Der Oestricher Klosterberg gehörte einst zum Zisterzienserinnenkloster Gottesthal und liegt auf einem ehemaligen „Urstrand“ des Rheins: Löss, Tonmergel, Quarzkiesel. Weiter oben in Hallgarten wachsen die Reben auf 180 bis 350 Metern auf Phyllitschiefer und Quarzit. Seit Kurzem bewirtschaften die Kühns außerdem eine Parzelle im Rüdesheimer Berg Schlossberg, steil über dem Rhein auf Quarzit und Phyllitschiefer.

Stil

Handlese, Spontangärung, Ganztraubenpressung über Stunden, dann viel Zeit: Die Großen Gewächse liegen 16 Monate auf der Vollhefe im Stück- und Doppelstückfass. Kühn-Rieslinge sind ausdrucksstark und tief, mit Kräutern und Würze, und sie brauchen Luft. Der Doosberg ist glasklar, kühl und präzise, mit ordentlich Dampf, der Sankt Nikolaus wirkt saftiger und zugänglicher. Darüber stehen die Unikate aus dem Herzstück der beiden GG-Lagen, Landgeflecht aus dem Doosberg und Schlehdorn aus dem Sankt Nikolaus, mit deutlich längerem Hefelager.

Sekt können die Kühns auch: Der Blanc de Blancs aus Riesling, Weißburgunder und Auxerrois bekommt rund fünf Jahre Hefelager und kommt ganz ohne Dosage.